Snapchat Ads

Kundenliste auf Snapchat hochladen und als Zielgruppe nutzen

Mit einer Kundenliste können Sie Personen ansprechen – oder ausschließen –, die Sie bereits kennen. Für kleine Unternehmen ist sie oft die kostengünstigste hochwertige Zielgruppe, und allein Ausschlüsse können Budget sparen. Der Aufwand liegt in der korrekten Aufbereitung der Liste und der Einhaltung von Datenschutzvorgaben.

So funktioniert eine Kundenliste in Snapchat

Snapchat akzeptiert drei Arten von Identifikatoren in einer Kundenliste: E-Mail, Telefonnummer und Mobile Advertising ID. Jeder Typ wird vor dem Upload normalisiert und anschließend mit SHA-256 gehasht; ein einzelner Upload-Request enthält genau einen Identifikatortyp. Die Normalisierung ist entscheidend: E-Mails werden getrimmt und in Kleinbuchstaben umgewandelt, Telefonnummern enthalten den Ländercode ohne führende Null oder 00 und ohne Nicht-Ziffernzeichen, und Werbe-IDs werden kleingeschrieben, wobei Bindestriche erhalten bleiben. Ein fehlerhaft normalisierter Wert erzeugt einen Hash, der niemals übereinstimmt.

Die Dokumentation gibt Limits von bis zu 100.000 Identifikatoren pro Anfrage und bis zu 1.000 Kundenlisten-Segmenten pro Werbekonto an. Der Upload wird nach dem Eingang verarbeitet, und die Zielgruppengröße kann sich bis zum Abschluss der Verarbeitung weiter ändern. Ein Segment mit zu wenigen Nutzern wird als zu klein markiert und kann nicht für das Targeting verwendet werden – eine sehr kurze Liste funktioniert daher nicht.

Nutzen Sie die Zielgruppe auf zwei Arten: Schließen Sie sie ein, um bestehende Kunden mit einem neuen Angebot zu erreichen, oder schließen Sie sie in einem Prospecting-Ad-Squad aus, damit Sie nicht mehr dafür zahlen, Neukundenanzeigen Personen zu zeigen, die bereits gekauft oder sich beworben haben. Im Recruiting ist der Ausschluss bisheriger Bewerber ein einfacher Weg, Streuverluste zu vermeiden.

Datenschutz steht an erster Stelle. Laden Sie nur Personen hoch, für die eine rechtmäßige Grundlage für diese Nutzung vorliegt, verwalten Sie die Liste in Ihren eigenen Systemen und aktualisieren oder entfernen Sie Personen auf Anfrage. Hashing ist eine technische Schutzmaßnahme, keine Einwilligung.

Vorteile einer Kundenliste

  • Sie zahlen nicht mehr für Personen, die bereits konvertiert haben.
  • Bestehende Kunden lassen sich mit passenden Angeboten gezielt ansprechen.
  • Die Liste dient als Seed für Lookalike Audiences.

In fünf Schritten vorbereiten und nutzen

  1. Exportieren Sie E-Mails oder Telefonnummern aus Ihrem System für die Gruppe, deren Daten Sie nutzen dürfen.
  2. Normalisieren Sie jeden Wert gemäß Dokumentation und hashen Sie ihn mit SHA-256 in hexadezimalen Kleinbuchstaben.
  3. Laden Sie einen Identifikatortyp pro Request hoch und warten Sie, bis die Zielgruppe vollständig verarbeitet ist.
  4. Prüfen Sie die endgültige Größe und ob sie ausreicht, um nutzbar zu sein.
  5. Fügen Sie die Zielgruppe im jeweiligen Ad Squad als Ein- oder Ausschluss hinzu.

Gut zu wissen

  • Dokumentieren Sie Herkunft und Upload-Zeitpunkt jeder Liste. Aktualisieren Sie Listen regelmäßig, da veraltete Daten an Relevanz verlieren.
  • AdAce Ads kann die Zielgruppen des Werbekontos samt Größe und Status abrufen und als Vorschlag an das Targeting eines Ad Squads anhängen. Es erstellt oder lädt keine Kundenlisten hoch. Early Access.

Quellen und weiterführende Literatur

Ace, das Maskottchen von AdAce Ads

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